Ladengeschäfte
Teil von Welche Warenwirtschaftsfunktionen brauchen kleine Händler?
Kostenmodelle von JTL, Billbee und weclapp für Händler vergleichen
Warenwirtschaftskosten vergleichen: JTL, Billbee und weclapp mit Nettopreisen, Abrechnungsbedingungen und Modellrechnung für 300 Vorgänge und zwei Nutzer.
Das Wichtigste auf einen Blick
- JTL, Billbee und weclapp rechnen unterschiedlich ab: Edition, Bestellmenge oder Nutzerzahl.
- Alle drei Anbieter rechnen netto ab. JTL bestätigt in den AGB, dass Preise in Euro zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer gelten. Auch Billbee und weclapp weisen ihre Preise als Nettopreise aus.
- Die folgende Beispielrechnung ist eine eigene Überschlagsrechnung, kein Angebot der Anbieter.
JTL-Wawi: Editionen und Auftragspakete
JTL staffelt den Preis nach Edition und Abrechnungszeitraum. Die kostenlose JTL Start eignet sich laut Preisseite für Gründer und kleine Händler und umfasst den Basis-Shop bis 500 Artikel. Zusätzlich nennt JTL eine Advanced-Edition für wachsende Händler ab 119 Euro pro Monat bei monatlicher oder 99 Euro bei jährlicher Abrechnung. Pro kostet pro Monat ab 369 Euro bei monatlicher oder 329 Euro bei jährlicher Abrechnung; Enterprise gibt es auf Anfrage.
Die Edition bestimmt den Auftragsumfang mit. Kostenlose Basis-Aufträge kommen laut JTL aus dem eigenen JTL-Shop oder der JTL-POS. Für Bestellungen über Marktplätze wie Amazon und eBay oder über Shopify und Shopware 6 braucht der Händler dagegen ein Auftragspaket. Solche Pakete beginnen laut Preistabelle bei 25 Euro für 100 Aufträge und reichen bis 699 Euro für 10.000 Aufträge; danach gilt ein Betrag je weiterem Auftrag.
Die Überhangpreise hängen vom Paket ab: Das 250er-Paket kostet 45 Euro und berechnet 0,27 Euro je Mehrauftrag, das 500er-Paket 79 Euro mit 0,22 Euro.
Zusatzkosten entstehen auch bei Kassen. Die POS-Anbindung kostet laut Tarifseite 29 Euro pro Monat und Kasse. Wie viele Kassen eine Edition umfasst, ist dort ebenfalls geregelt: Advanced erlaubt drei Anbindungen, Pro fünf, Enterprise unbegrenzt. Wer JTL-Wawi nicht lokal betreibt, kann die Cloud nutzen, die mit mindestens 49,99 Euro pro Monat angegeben wird.
Billbee: Bestellbasierte Abrechnung mit Mindestgebühr
Billbee arbeitet ohne Nutzerlizenzen. Das Modell richtet sich nach der Zahl der monatlich verarbeiteten Bestellungen und enthält alle Funktionen, Schnittstellen und unbegrenzte Nutzer. Die Mindestgebühr beträgt 9 Euro netto pro Monat, auch bei null Aufträgen. Für 300 abrechenbare Bestellungen nennt der öffentliche Rechner am 13. September 2026 einen Gesamtpreis von 98 Euro netto pro Monat.
Wichtig für die Kalkulation: Billbee zählt alle angelegten oder importierten Bestellungen, Erstattungen, Stornorechnungen und Gutschriften. Maßgeblich ist das Import- oder Erstellungsdatum in Billbee. Der Preis ist netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Das Growth-Paket greift nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit jeweils mehr als 200 abrechenbaren Bestellungen und bleibt danach dauerhaft bestehen. Der Zugang zu enthaltenen Zusatz-Tools endet bei Kündigung des Billbee-Accounts.
Weclapp: Nutzerlizenzen und Add-ons
Weclapp rechnet pro Nutzer und Monat ab. Das Paket ERP Handel kostet laut Preisseite 163 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und 179 Euro pro Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung. Beide Beträge sind Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer, und die Zahlungsweise bestimmt die Bindung.
ERP Handel enthält das Warenwirtschaftssystem, die Lagerverwaltung mit mobiler Lager-App sowie Shop- und Marktplatzanbindungen. Billiger ist das Paket ERP Starter, das jedoch kein vollständiges Warenwirtschaftssystem darstellt. Ab zehn Nutzern bietet weclapp ein individuelles Angebot mit Preisvorteilen an.
Beim Kassen-Add-on weicht die Preisseite von der Produktseite ab: Die Produktseite nennt einen Einstieg ab 19 Euro pro Monat und Nutzer, während die Preisseite 55 Euro monatlich pro Nutzer ausweist. Wer das Add-on einplant, sollte den aktuellen Angebotspreis einholen, statt beide Werte zu vermischen.
Beispielrechnung für 300 Bestellungen und zwei Nutzer
Modellrechnung zum 13. September 2026: zwei Nutzer, 300 abrechenbare Vorgänge über Fremdkanäle, monatliche Abrechnung, keine Kasse. Bei Billbee sind keine durch Amainvoice gebührenfreien Amazon-Bestellungen enthalten. Einrichtung, Hosting und externe Zusatzleistungen bleiben unberücksichtigt. Die gewählte JTL-Edition Advanced ist keine Empfehlung für den günstigsten Tarif.
| Position | JTL (Advanced, monatlich) | Billbee | weclapp (ERP Handel, monatlich) |
|---|---|---|---|
| Grundpreis | 119 Euro | 98 Euro | 358 Euro (2 Nutzer) |
| Rechenschritt | 250er-Paket 45 Euro + 50 Mehraufträge à 0,27 Euro = 58,50 Euro | Rechnerwert für 300 Vorgänge | 2 × 179 Euro |
| Nutzerkomponente | unbegrenzt | unbegrenzt | zwei Lizenzen |
| Summe Modellrechnung | 177,50 Euro | 98 Euro | 358 Euro |
JTL listet das 250er-Paket in der Advanced-Spalte seiner Detailtabelle. Die Übersichtskarte hebt dagegen Pakete mit 1.000 und 2.500 Aufträgen hervor. Lassen Sie die Buchbarkeit der gewählten Kombination schriftlich bestätigen. Bis dahin sind 177,50 Euro ein bedingter Rechenwert.
Mit dem 500er-Paket ergäben sich 119 + 79 = 198 Euro, also 20,50 Euro mehr als mit 250er-Paket plus Mehraufträgen. Vergleichen Sie deshalb Kontingent und Mehrpreis zusammen. Die Softwarepakete sind funktional nicht gleichwertig; die Tabelle vergleicht nur die ausgewählten Gebührenbestandteile.
Häufige Fragen
Sind die genannten Preise brutto oder netto? Alle drei Anbieter rechnen netto. Die JTL-AGB bestimmen Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Billbee und weclapp bestätigen Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer.
Zählt eine Stornorechnung als Bestellung? Bei Billbee ja. Erstattungen, Stornorechnungen und Gutschriften zählen zur abgerechneten Bestellmenge.
Gibt es eine Vertragsbindung? Das hängt vom Tarif ab. Billbee ist monatlich kündbar, weclapp unterscheidet monatliche und jährliche Abrechnung.