Ladengeschäfte
Teil von Welche Zahlungsarten passen zum eigenen Ladengeschäft?
Wie lassen sich Zahlungsgebühren für den eigenen Kartenmix berechnen?
Zahlungsgebühren vergleichen: So berechnen Sie mit Kartenmix, Fixkosten und Rechenbeispiel Ihre monatlichen Kosten bei SumUp und PayPal Point of Sale.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Entscheidend ist nicht der eine Prozentsatz, sondern die Mischung aus Kartenarten und die monatliche Fixgebühr.
- Zerlegen Sie Ihren Umsatz in Kartengruppen, die unterschiedliche Sätze auslösen.
- Rechnen Sie Fixkosten nur mit dem Anteil des Abos, den Sie dem Kartenumsatz zuordnen.
Gebührenstrukturen im Überblick
Kartenzahlungssysteme unterscheiden meist zwei Bausteine: eine prozentuale Transaktionsgebühr und eine mögliche monatliche Fixgebühr. Bei SumUp gibt es den Tarif ohne Monatsgebühr und den Tarif Zahlungen Plus mit 19 Euro pro Monat oder 199 Euro pro Jahr. Ob diese Abo-Beträge netto oder brutto zu verstehen sind, geht aus der Preisangabe nicht eindeutig hervor; klären Sie das vor dem Abschluss schriftlich. PayPal Point of Sale nennt 1,39 Prozent pro Vor-Ort-Kartentransaktion und monatliche Gebühren von 0 Euro.
Wichtig ist die Definition der Karte. Bei SumUp Zahlungen Plus gilt der Satz von 0,79 Prozent für vor Ort eingesetzte Verbraucherkarten, die im Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt wurden. Für außerhalb des EWR ausgestellte Karten sowie Firmen-, Premium- und American-Express-Karten nennt dieselbe Seite 1,39 Prozent. Eine Firmenkarte ist auf ein Unternehmen registriert, eine Verbraucherkarte auf eine Einzelperson.
Rechenbeispiel mit fiktivem Kartenumsatz
Das folgende Beispiel ist eine eigene, vereinfachte Rechnung, kein Angebot und kein geprüfter Kostennachweis. Annahme: 4.000 Euro Kartenumsatz pro Monat, davon 3.200 Euro mit EWR-Verbraucherkarten und 800 Euro mit Firmen- oder Premiumkarten. Zusätzlich rechne ich mit 19 Euro Monatsgebühr für SumUp Zahlungen Plus.
| Position | SumUp Basis | SumUp Plus | PayPal POS |
|---|---|---|---|
| EWR-Verbraucherkarten | 1,39 % | 0,79 % | 1,39 % |
| Sonstige Karten | 1,39 % | 1,39 % | 1,39 % |
| Monatsgebühr | 0 € | 19 € | 0 € |
| Gebühr 3.200 € EWR | 44,48 € | 25,28 € | 44,48 € |
| Gebühr 800 € sonstige | 11,12 € | 11,12 € | 11,12 € |
| Summe pro Monat | 55,60 € | 55,40 € | 55,60 € |
Das Beispiel zeigt den eigentlichen Rechenweg: Umsatz pro Kartengruppe mal Satz, danach die Monatsgebühr addieren. Bei 4.000 Euro liegt SumUp Plus hier rechnerisch fast gleichauf mit den anderen Varianten. Erst bei höherem Anteil günstiger Verbraucherkarten verschiebt sich das Bild deutlicher. Prüfen Sie deshalb mit Ihren eigenen Kassendaten, wie sich Ihr Umsatz tatsächlich aufteilt.
Worauf bei Vertragskonditionen zu achten ist
Trennen Sie bei jeder Rechnung nach variablen und fixen Kosten. Die IHK Chemnitz empfiehlt für die Preiskalkulation ausdrücklich, dass der Erlös sämtliche variable und fixe Kosten deckt. Für Zahlungsgebühren heißt das: Die Transaktionsgebühr zählt zum Umsatz, das Abo fällt auch in umsatzschwachen Monaten an.
Fragen Sie beim Anbieter nach Laufzeit, Kündigungsfrist und Änderungsvorbehalt; diese sind den Preisangaben nicht vollständig zu entnehmen. Lassen Sie sich die Konditionen vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen. Klären Sie außerdem, welche Kartentypen welchen Satz auslösen.
Bei PayPal Point of Sale kostet die manuelle Karteneingabe 2,9 Prozent plus 0,35 Euro pro Transaktion, Zahlungen mit Debit- und Kreditkarten vor Ort kosten 1,39 Prozent. Diese Sätze gelten laut Anbieterangaben und können sich ändern.
Häufige Fragen
Welche SumUp-Gebühr gilt für meine Karten? Im Plus-Tarif gelten 0,79 Prozent für EWR-Verbraucherkarten. Für andere Karten nennt SumUp 1,39 Prozent.
Wie hoch ist die Monatsgebühr bei SumUp? SumUp nennt für Zahlungen Plus 19 Euro pro Monat oder 199 Euro pro Jahr.
Kostet PayPal Point of Sale eine Monatsgebühr? Die Preisangabe nennt monatliche Gebühren von 0 Euro. Pro Vor-Ort-Kartentransaktion fallen 1,39 Prozent an.